Der Hungerstein (am Königstein)

Das ist er, der sogenannte große "Hungerstein" , der kleine steht am "Seedamm"

Der Hungerstein

Heute folgt der Hungerstein in der Reihe: Die Steine um Westerhausen. Der Stein ist ein Granitfindling und steht neben der "Arschkerbe" nahe dem Königstein am Jätchenberg. Die tiefe, breite Kerbe wurde um 1700 für den Fahrweg nach Halberstadt angelegt, als der große See schon etwas reduziert war. Später, um 1860 wurde die Landstraße nach Halberstadt gebaut, der Weg verlor seine Bedeutung. Im Jahre 1931 haben Leute im Arbeitsdienst die Feldwege und Gräben saniert und sich dabei dieses Denkmal gesetzt. Die Jahreszahl ist angegeben, die Kürzel der Vornamen und die Werkzeugsymbole. Der Stein stand ursprünglich etwa 100 m weiter nördlich, unten in der Senke, neben dem "Börnecker" Graben. Während der DDR-Zeit wurden die Ackerflächen zusammengelegt und dabei die Grenzsteine entfernt. Damit wurde auch dieser Stein in einer Grube im Wald mit entsorgt. Unser Heimatforscher A. John sorgte dafür, daß der Stein wieder geborgen und etwa am alten Platz wieder ordentlich aufgestellt wurde.

 

Das ist der Text, den der QR-Code anzeigt: Der Hungerstein am Königstein wurde in den Jahren um 1931 während der großen Arbeitslosigkeit von im "Arbeitsdienst" tätigen Westerhäusern angefertigt und weiter unterhalb an einem Graben aufgestellt. Dort waren damals die Arbeiter tätig und haben mit Schippen und Hacken in Handarbeit den Graben ausgebracht. Als dann die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft in der DDR die kleinen Flächen und die Grenzsteine beseitigte, wurde auch dieser Stein mit entfernt. Er wurde nach Protesten und längerer Suche in einem Waldgebiet gefunden und wieder neu aufgestellt. Als man vor rund 20 Jahren die A 36 hier baute, wurde der Stein hier oben an den Waldweg umgesetzt, um ihm wieder etwas Würde zu geben. Immerhin ist er ein Stück unserer Geschichte.