Der St. Stephan
Der St. Stephan ist eine alte Straße über einen Hügel im südlichen Dorfteil
Der St. Stephan
Der St. Stephan ist eine Straße auf der Anhöhe in der südlichen Dorfseite. Bei den Westerhäusern wird der Bereich „über dem Wasser“ genannt. Westerhausen besteht aus zwei Bereichen, die von einem durchgängigen, nassen Sumpfstreifen getrennt sind. Es gibt 5 Brücken bzw. Übergänge über den nassen Bereich. Die Siedlung auf der Südseite lag an diesem Hügel, gut gesichert vor dem Wasser, also „über dem Wasser“. In der Mitte des Hügels wird früher ein Versammlungsplatz gewesen sein. Hierher baute man bei der Christianisierung um 824 die erste Kirche. St. Stephanus starb als Märtyrer. Er wurde wegen seines Glaubens gesteinigt und war hoch angesehen. Die Kirche wurde zum Archidiakonat erklärt. Das ist so etwas, wie die Reserve für einen Bischofsitz (Halberstadt). Die Topografie und die einstige Nutzung des Platzes haben mich neugierig gemacht. Zu diesem Platz führten einst 5 Zuwegungen. Dort wo bis 1140 die alte Kirche stand, steht heute ein solides Geschäftshaus, eine ehemalige Bäckerei. Mit der Zustimmung der Eigentümerin bin ich dort auf das Dach gestiegen und habe von dort aus Rundumfotos des Panoramas aufgenommen. Von diesem Ort aus hatte ich eine sehr gute Sicht zu allen Kultplätzen der Region des nördliches Harzvorland. Man konnte also mit Feuerzeichen sehr gute Signale weiter reichen. Im Jahre 1140 wurde in der nördlichen Dorfseite eine neue Kirche erbaut. Dies war nun viel näher an dem alten Sonnenheiligtum „Königstein“ und hier war jetzt ein Sumpf dazwischen. Nun konnte man schnell eingreifen, wenn dort die Altgläubigen ihre Feste feierten. Die neue Kirche erhielt wieder den gleichen Namen „St. Stephanus “.
Auf jeden Fall war dieser Platz von unseren Altvorderen gut gewählt und die Kirche wußte damals diesen Platz zu schätzen, so nahe an dem alten Sonnenheiligtum „Königstein“.
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