Der Thieberg
Das Foto aus einer privaten Befliegung
Der Thieberg
Der Thieberg ist eine flache Anhöhe in der nördlichen Dorfseite. Sie hat ein paar Besonderheiten, auf die ich hinweisen werde. Vom Namen her war er der erste Thingplatz in dieser nördlichen Seite der Siedlung. Bei der Besiedlung wurden insgesamt fünf Zuwegungen aus den verschiedenen Richtungen geschaffen. Vom Thieberg habe ich direkte Sicht zum Sonnenheiligtum „Königstein“ und zu allen anderen, wie schon beim St. Stephan, leider lassen Bebauung und Bewaldung das heute nicht mehr zu. Westlich des Thieberges liegen die folgenden Anhöhen: „Auf dem Kruke“ = Krugberg = Opferplatz und „Lusehöhe“ = Losplatz = Platz, an dem das Los über jemand gesprochen wurde = Urteilsplatz. Weiter folgt dort noch das „Heilige Land“, eine Fläche, auf der man den Sonnenaufgang über dem Königstein zur Sommersonnenwende gut feiern konnte, ohne auf den Berg zu klettern.
Auch die wichtigste Handelsstraße nach Halberstadt verlief, vom „Alten Amt“ kommend, direkt über den Platz auf dem Thieberg in Richtung Norden. Um 1830 hat man hierher an den Thieberg den Friedhof der Kirche aus Gründen des Seuchenschutzes verlegt. Bei den Hausbauten an der Thiebergstraße wurden auch einige Beisetzungen gefunden, die sicher „unrein“ waren und nicht auf den Friedhof an der Kirche durften. Diese wurden einstmals ganz in der Nähe beerdigt
Heute ist das Depot der Freiwilligen Feuerwehr hier errichtet und im Jahre 2026 noch einmal erweitert worden. Auch das Osterfeuer ist inzwischen hierher verlegt worden. Ursprünglich war sein Platz auf der Terrasse auf der Südseite des Königsteins, nach der erfolgten Aufforstung wurde es auf den kleinen Sandkopf an der Börnecker Straße hin verlegt. Später wurde es – aus „Brandschutzgründen!“ in der Senke der Lehmbreite abgehalten! Ein Signalfeuer aus heidnischer Zeit in einer tiefen Senke! So ändern sich eben die Ansichten.
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