Der Honigkopfstein
So steht der neue, kleine Menhir an dem Hügelgrab, rechts ist der offene Suchgraben gut zu sehen.
Der Honigkopfstein
Oft wurde ich nach den Steinen der Region gefragt, hier zeige ich den Honigkopfstein. Um 1900 wurde das Hünengrab ab Honigkopf von Heimatforschern aus Thale und Quedlinburg ausgegraben. Der alte Name "Honigkopf" deutet auf die historische Funktion eines Opferplatzes hin. Da diese Grabung wohl nicht so exakt wissenschaftlich verlief, wurde auch kein ordentlicher Grabungsbericht erstellt. Offenbar war man damals mehr am privaten Erfolg interessiert. Über den genauen Verbleib der Funde ist kaum etwas veröffentlicht. Dort im Grab wurde auch ein kleiner Menhir gefunden, allerdings nicht stehend und daneben, sondern mit im Grab liegend. Offenbar war er mit beerdigt worden. Er stand danach noch viele Jahre im Garten eines privaten Museums in Thale. Nach dessen Schließung wurde er vor dem Klubhaus Thale aufgestellt. Im Jahre 1993 wurde der Stein nach dem Brand
in das Schloßmuseum Quedlinburg gebracht. Er steht seitdem dort im Jägergarten und ist kaum bekannt. Wir haben ein Duplikat gesucht und
diesen nun wieder direkt am Hünengrab aufgestellt. (etwa 2015)
Das ist der Text hinter dem QR -Code dort am Stein:
Der Honigkopfstein befindet sich am Rande des ehemaligen Hügelgrabes, das in mehrfachen Grabungen ab dem Jahr 1896 entdeckt und beschrieben wurde. Dabei wurde offenbar etwas nicht nach geltendem Recht dokumentiert. Es hatte neben einem Hockerskelett und einer Steinpackung auch einen ungewöhnlichen und primitiv bearbeiteten Menhir bzw. Götzenstein von etwa 1,15 m Höhe als Inhalt. Die Grabung hatte aber zur Folge, daß der Grabungsbericht nicht veröffentlicht wurde und der Stein bis etwa um das Jahr 1930 im Bereich der Stadt Thale verblieb. Heute steht der Originalstein im "Jägergarten" des Schloßmuseums in Quedlinburg. Wir haben einen in Farbe und Größe identischen Sandstein gesucht und wieder dort platziert, um dem Ort zumindest eine kleine Ehre zu erweisen. Die Grabung wurde nie wieder geschlossen und noch heute ist der Durchstich des Hügels offen. Der gesamte Vorgang wurde von Frau Ute Fuhrmann und Herrn Voigt vor wenigen Jahren in einem Buch dargestellt: Der Titel lautet: „Die Steine am Hexentanzplatz“.
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