Der Jätchenberg
Der Jätchenberg liegt als langer Hügel nördlich der Straße nach Börnecke
Der Jätchenberg
Der Jätchenberg ist auch nur ein kleiner Rücken im Nordwesten des Dorfes. Er war vor 350 Jahren ebenfalls noch sehr wichtig. Damals existierte der See im Norden noch und der Weg nach Halberstadt war daher umständlicher. Der wichtige Handelsweg führt einst von Quedlinburg aus am Langenberg entlang bis zu der kleinen Kreuzung vor dem Tiergehege. Dann durch die Gartenstraße, hier dann am Wasserschloß vorbei, über den „Breiten Stein“, weiter „Hinter dem Amt“ entlang, den „Schmiedeberg“ hoch, über den „Thieberg“ weiter durch die „Lehmbreite“. Nach der „Lehmbreite“ war man auf der „Börnecker Straße“ und fuhr nun an dem „Jätchenberg“ weiter. Gleich nach dem Hügel bog ein Weg nach Norden ab und führte danach dicht am Ufer großen See entlang bis nach Halberstadt, direkt an der Grenze zum „Braunschweigischen“ Gebiet hin. Der Berg bekam seinen Namen damals von diesem Weg zwischen den Bergen. In Börnecke sagt man in der Mundart zu einer Gasse „Dat is ne Gaze“. In alten Karten von 1830 wir der Berg auch noch als „Gazenberg“, also als „Gassenberg“ bezeichnet. Daraus wurde dann später der Jatchenberg und heute der „Jätchenberg“. Um 1900 war man noch am Rätseln, ob denn Jätchen nicht von Thiu, einem alten germanischen Gott kommen könnte. Diese Euphorie ist heute aber vorbei. So viel zu dem Namen. Immerhin wurde nahe bei diesem Berg unter anderem beim Bau der Autobahn ein sehr seltenes Steinkistengrab mit einem Alter von etwa 4500 Jahren gefunden.
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