Der Königstein

         So ist der Königstein heute bekannt. Bis 1945 war er unbewaldet und wurde beweidet.

Der Königstein

Der Königstein ist unser Hausberg. Etwa seit 1910 wurde er auf Kamelfelsen umgetauft. Solche Sachen geschehen fast immer durch Büromenschen ohne jede Ortskenntnis. Vorher nannte man den Felsen auf dem "Langenberg" das Kamel. Der Königstein war einst ein wichtiges Sonnenheiligtum und wurde deshalb zur Zeit der Christianisierung der Kirche geschenkt, um die „heidnischen Umtriebe“ zu beenden. Bis 1750 wurde er noch Kenstein in den Karten genannt, heute im Platt immer noch „Kehschtahn“, das bedeutete so viel wie „Verkündungestein“. Der westliche Felsen hat die Kopfform, einst sicher als Pferd gedacht. Man stellt die Sonne früher mit Pferd in einem Sonnenwagen dar! Solch eine Symbolik hat man in Norddeutschland gefunden. Der erste folgende Felsen hat eine Liegeflächen auf dem Rücken und 2 Sitze in Richtung Brocken. Nun folgt ein breiter Spalt in 48° Schräge zu Nord, dann weitere niedrige Mittelfelsen. Es folgt ein Rücken mit einer 5m breiten Kerbe, dann werden die Felsen kleiner. Der Felsen ging früher etwa 80 m weiter, bis zu der 3. Bank. sicher wurden die Steine um 1690 für die Kirchenvergrößerung gebrochen. Am Mittelfelsen und der Rückseite hat man um 1720 Mühlsteine geschlagen, es sind 30 Steinmulden sichtbar. Der Kopffelsen ist mit Opferschalen bedeckt. Die Sitze auf dem ersten Rücken weisen zum Brocken und in dem 48° Spalt sieht man am 21. Juni die Sonne aufgehen und von der Rückseite aus am 21.12. den Sonnenuntergang.