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13 Der Königstein

Der Königstein ist das Symbol unseres Ortes und sein markanter Felsen weit bekannt

Die Bilder können durch Anklicken vergrößert werden!

Der Königstein mit seinem Felsenrücken in Kamelform liegt 190 m NN. Sein Gestein wird durch eine Schichtrippe der Unterkreide gebildet. Er steht seit 1932 unter Naturschutz. Der Berg war bis vor 60 Jahren total unbewaldet und wurde erst um 1960 mit aufgeforstet. Seit dieser Zeit verschwandt unser "Wappenstein" mehr und mehr aus dem Gesichtsfeld. Die Eigenart des Gesteins liegt in der Wabenstruktur. Sie tritt durch die Erosion klar hervor.Ihre Ursache liegt in dem Eindringen silikatischer Verbindungen bei der Verformung des Felsmassives während der Bildung und Anhebung des Harzes.Bei einer späteren Anhebung stieg in den quer verlaufenden Klüften Eisenverbindungen auf.Sie verursachten die rostbraunen Trennschichten zwischenden einzelnen Blöcken. Das Material wird von der Westseite aus in Richtung Osten immer härter. Ganz im Osten des Felsens sind Bodenmulden mit Bohrlöchern und Keilspuren am Fels zu finden.Keillöcher findet man rund um den östlichen Felsen verteilt. Sie zeugen von mehreren Abbauversuchen zu verschiedenen Zeiten. Hierzu zähle ich auch die Steinscheibenreste auf der Nordseite, die nicht ganz geborgen wurden. Es sind aber noch mehr als 20 Abschlaggruben zu finden und Keilspuren, um diesen angeschlagenen Felsschichten wieder sauber zu bekommen. Die Nutzung dieser Scheiben war zumindest in Lohmühlen problemlos möglich, da hier der Sandabrieb nicht gestört hat. Generell wurden im Mittelater Sandsteinscheiben verwendet. Nur gut betuchte Müller leisteten sich Steine aus der Eifel, dem Voigtland oder aus Frankreich. Nachweise für die Nutzung unserer Steine wurden noch nicht gefunden.

Diese Fotos zeigen einige der Scheibenreste auf der Nordseite, Keilspuren von verschiedenen Stellen des Felsens und die großen Mulden auf der Ostseite, ebenfalls mit Steinresten und darin Bohrlöcher und Keilspuren. Trotzdem haben wir bisher noch in keinem Archiv Hinweise auf Steinbrucharbeiten an dieser Stelle finden können. Auf der Südterasse vor der Felsgruppe, dort wo sich heute der freie Platz zwischen den Weinbergflächen befindet, wurden in den letzten 100 Jahren mehrfach archäologische Funde bis hin zu Beisetzungen gefunden. Hieran soll die Steinsäule an der markanten Pappel erinnern.

Erwa 400 m westlich von hier, genau unter der B6 wurde ein Steinkistgrab und weitere wertvolleBeisetzungen sowie ein Siedlungsplatz gefunden. Auch er wird duch eine Säule markiert, die an dem benachbarten Hügel steht.

Zu den Pflegearbeiten am Königstein bitte hier klicken!



Verein für Heimatgeschichte und Naturschutz Westerhausen/Harz







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